Wie ich arbeite




Mein Weg zur Hundetrainerin
Ich liebe Hunde – wirklich. Vor allem meine eigenen. Trotzdem war ich schon einmal an einem Punkt, an dem ich einen Hund abgeben wollte, weil ich nicht mehr konnte. Ich war verzweifelt und überfordert. Mir war alles zu viel.
Aber fangen wir vorne an. Mit 14 habe ich meine Eltern endlich überzeugt: Tayson, mein Schäferhundmischling, zog mit 12 Wochen bei uns ein. Ein perfekter kleiner Schatz, unkompliziert im Alltag, stark im Hundesport. Ich dachte, das sei alles ganz einfach mit Hunden. Warum andere es nicht schafften, dass ihr Hund artig an anderen vorbeigeht oder kein Reh hetzt, konnte ich nicht nachvollziehen.
2017 habe ich den Trainerschein gemacht und im Verein eine Sportgruppe übernommen. Zum ersten Mal in der Rolle der Trainerin – und von Anfang an begeistert.
Zeitgleich zog Darro bei mir ein. Ein 6 Monate alter Rottweiler. Und ich bin von meinem hohen Ross sehr hart gestürzt. Erahnte er nur einen Hund, stand er in der Leine, bellte, knurrte – kaum zu halten. Ich bin mehrfach gestürzt. Auch Menschen waren ein Auslöser, und die wollte er wirklich verletzen. Als das erste Mal Blut floss, war ich am Boden zerstört. Wie war aus meinem Traum dieser Albtraum geworden? Und wie konnte mir das passieren? Ich wusste doch so viel und es war doch so einfach...
Spazieren gehen löste Angst in mir aus. Immer auf der Hut – bloß niemandem begegnen, keinem Fahrradfahrer, keinem freilaufenden Hund. Die erste Trainerin, die ich aufsuchte als Darro 11 Monate alt war, half nicht wirklich: Ich würde das gut machen, solle einfach weiter trainieren. Es wurde schlimmer. Wäre jemand gekommen und hätte mir diesen Hund abgenommen – ich hätte ihn hergegeben. Aber wem sollte ich so einen Hund geben? Die Tierheime sind voll mit Hunden wie ihm.
Also habe ich angefangen, mich selbst weiterzubilden. Seminare, Bücher, erste kleine Erfolge. Durch Darro hat sich auch meine Passion verändert – weg vom reinen Sporttraining, hin zum Verhaltens- und Alltagstraining. 2020 habe ich im Verein eine eigene Alltagsgruppe aufgebaut, die ich bis heute betreue. Hier durfte ich viele verschiedene Hunde und Halter auf ihrem gemeinsamen Weg unterstützen – und genau das hat mir gezeigt, wo meine eigentliche Leidenschaft liegt.
Aber ich wollte mehr – mehr Wissen, mehr praktische Erfahrung. Ich entschied mich für die professionelle Trainerausbildung bei Ziemer & Falke und habe sie erfolgreich bestanden. Darro hat mich durch die ganze Ausbildung begleitet. Wer ihn nicht vorher kannte, hätte nie geahnt, wo wir mal angefangen haben. Ich verdanke diesem Hund so viel, was mir keine Ausbildung und kein Trainer hätte lehren können.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich verstehe dich. Ich weiß, wie es sich anfühlt, einen Hund zu haben, der nicht ins Muster passt, und wie schwer sich der Alltag mit einem solchen Hund anfühlt. Aber ich kenne auch die Lösung.
Ich trainiere nicht nach einer bestimmten Methode. Du wirst von mir keinen Marketingbegriff wie "Training rein mit positiver Verstärkung" hören – das schreibe ich mir nicht auf die Fahne. Weder du noch dein Hund bekommt etwas übergestülpt. Niemand muss sich an eine Methode anpassen. Das Vorgehen muss zu euch als Team und in euer Leben passen.
Ich arbeite ganzheitlich und schaue immer auf das Gesamtbild: Wie lebt ihr? Was passiert im Alltag? Welche Vorerfahrungen, Beziehungen und Umstände spielen eine Rolle? Ein Hund verhält sich nie isoliert – und genau deshalb reicht es nicht, nur ein einzelnes Verhalten zu trainieren.
Wir schauen realistisch auf dich und deinen Hund. Wo steht ihr gerade? Genau da hole ich euch ab. Kein Schema F, kein Einheitsbrei – sondern ein Weg, der zu euch passt.
Mein Ziel ist nicht nur ein "funktionierender" Hund. Mein Ziel ist Akzeptanz – für dich und deinen Hund. Mehr Verständnis für das, was deinen Hund antreibt. Und eine faire Kommunikation zwischen euch, die im Alltag wirklich trägt.
Mein Leben mit Hunden




















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